Ein kleines Stück zu Hause – die Hausgmeinschaft

Auch das Wohnen in einer Mietwohnung soll wie beim Wohneigentum Geborgenheit, Sicherheit und Ruhe bieten. Die Wohnung gibt Ihnen die Privatsphäre, die Sie benötigen.

Doch zum Leben in einer Mietwohnung gehört auch das Leben in der Gemeinschaft, das Leben mit den Nachbarn. Doch sieht es der Nachbar ebenso? Wie funktioniert das Leben in einer Hausgemeinschaft?

Jeder Mensch ist verschieden und hat seine eigenen Lebensgewohnheiten. Diese können manchmal nicht unterschiedlicher sein. Jeder hat auch sein persönliches Schicksal und Probleme, die die Anderen nicht kennen. Wenn dann der Nachbar nervt durch Ruhestörung, Ignoranz oder Nichteinhaltung der Hausordnung sind Streitigkeiten zwischen den Hausbewohnern vorprogrammiert. Sie fühlen sich dann nicht mehr als Hausgemeinschaft.

Das Leben in der Hausgemeinschaft bedarf daher gewisser Regeln. Diese sind normativ in der Hausordnung verankert. Zu einem friedlichen und zufriedenen Zusammenleben bedarf es jedoch auch Werte, wie Toleranz und Verständnis untereinander. Und nicht nur in einer Partnerschaft muss man sich bemühen, auch um eine gute Nachbarschaft.

Ein gutnachbarliches Wohnen trägt nicht nur zum allgemeinen Wohlbefinden eines jeden Bewohners des Hauses bei, sondern erhöht insgesamt die Qualität des Wohnens. In diesem Sinne wünsche ich allen eine gute Nachbarschaft!

 


 

H A U S O R D N U N G

Das Wohnen in verhältnismäßig enger Nachbarschaft verlangt Ordnungsnormen, die für alle Bewohner wichtig sind. Sicherlich teilen Sie mit uns die Ansicht, daß Haus und Wohnung nur dann zu einem wirkli­chen Heim werden können, wenn alle Bewohner in gleicher Weise um ein gutes Zusammenleben bemüht sind. Betrachten Sie die folgenden Hinweise bitte als die Leitlinie und die Grenzen, die das eigene Han­deln und das der Nachbarn umreißen.


1.   Von besonderer Bedeutung ist die Einhaltung der ortsüblichen Ruhezeiten und die Rücksichtnahme auf kranke und solche Mitbewohner, die Schichtdienst versehen müssen.

  • Die ortsüblichen Ruhezeiten, die in der Regel von 13.00 - 15.00 Uhr und von      22.00 - 07.00 Uhr gelten sind in Ortssatzungen oder Lärmschutzverordnungen festgelegt. Während dieser Zeit ist ebenfalls das Betreiben von Waschmaschinen und Wäschetrocknern untersagt. Ruhestörende Arbeiten sind werktags schon ab 20.00 Uhr und an den Sonn- und Feiertagen generell unzulässig.
  • An das Verhalten der einzelnen Mietparteien dürfen allerdings auch keine überspitzten Anforderungen gestellt werden. So wird sicherlich mancher Bewohner einmal ein Fest feiern wollen, bei dem es - be­sonders zu vorgeschrittener Zeit - etwas lauter werden kann. Die Nachbarn werden dafür Verständnis zeigen und auf die Einhaltung der ortsüblichen Ruhezeiten nicht unbedingt bestehen, wenn ihnen rechtzeitig ein entsprechender Hinweis gegeben wird.
  • Das Betreiben von Maschinen und Anlagen in den Mieträumen zur gewerblichen Nutzung ist  untersagt.
  • Kinder sollten möglichst auf den Spielplätzen spielen. Bei Spiel und Sport in den Anlagen muß auf die Anwohner und die Bepflanzung Rücksicht genommen werden. Spiele und Sportarten (z. B. Fußball) sind auf den unmittelbar an die Gebäude angrenzenden Freiflächen, im Treppenhaus und sonstigen Nebenräumen nicht gestattet
  • Beim Spielen in der Wohnung ist eine Störung für andere Mieter zu vermeiden. An den Fassa­den ist das Ballspielen grundsätzlich nicht gestattet.


2.   Zum Schutz der Hausbewohner sind die Haustüren von 22.00 - 06.00 Uhr und die Kellereingänge und Hoftüren ständig verschlossen zu halten. Wer die Haustür zwischen 22.00 und 06.00 Uhr oder  die Kellereingänge öffnet, hat sie sofort nach Benutzung wieder abzuschließen.

  • Haus- und Hofeingänge, Treppen und Flure erfüllen ihren Zweck als Fluchtweg nur, wenn die freige­halten werden. Sie dürfen daher nicht zugeparkt oder durch Fahr- und Motorräder, Kinderwagen usw. versperrt werden.
  • Das Lagern von feuergefährlichen. leichtentzündbaren sowie Geruch verursachenden Stoffen in Kel­ler- und Bodenräumen ist untersagt. Auf dem gemeinsamen Trockenboden dürfen keine Gegenstän­de abgestellt werden.
  • Spreng- und Explosionsstoffe dürfen nicht in das Haus oder auf das Grundstück gebracht werden. Bei der Lagerung von Heizöl sind die amtlichen Richtlinien zu beachten.
  • Bei Undichtigkeit oder sonstigen Mängeln an den Gas- und Wasserleitungen ist sofort der verantwort­liche Mitarbeiter des Wohnungsunternehmens zu benachrichtigen. Wird Gasgeruch in einem Raum bemerkt, darf dieser nicht mit offenem Licht betreten werden. Elektrische Schalter sind nicht zu betäti­gen. Die Fenster sind zu öffnen. Der Haupthahn ist zu schließen.
  • Versagt die allgemeine Flur- und Treppenhausbeleuchtung, so ist unverzüglich das Wohnungsunter­nehmen oder sein Beauftragter zu benachrichtigen. Bis Abhilfe geschaffen ist, soll der Hausbewohner für ausreichende Beleuchtung oder zur Wohnung führenden Treppe und des dazugehörenden Flures sorgen.
  • Grillen mit festen und flüssigen Brennstoffen ist auf Balkonen, Loggien und auf den unmittel­bar am Gebäude liegenden Flächen nicht gestattet.

 

3.   Haus und Grundstück sind rein zu halten. Verunreinigungen sind von den verantwortlichen Hausbewohnern unverzüglich zu beseitigen.

  • Die Hausbewohner haben die Kellerflure, Treppen, die Treppenhausfenster, Treppenhausflure, den Boden und zusätzliches Nebengelaß abwechselnd nach einem wöchentlich aufzustellenden Reinigungsplan zu reinigen. Weiterhin sind der Hofplatz, Vorgärten, Gehweg und die zum Grundstück gehörigen Rinnsteine und der Standort der Abfallbehälter/Müllcontainer sauber zu halten.
  • Abfall und Unrat dürfen nur in den dafür vorgesehenen Müllgefäßen gesammelt werden. Sperriger Abfall, Kartons usw., dürfen nur in die dafür vorgesehenen Behälter geschüttet werden. Bitte achten Sie darauf, daß kein Abfall oder Unrat im Haus auf den Zugangswegen oder den Standplatz der Müll­gefäße verschüttet wird.
  • Teppiche dürfen nur auf dem dafür vorgesehenen Platz gereinigt werden. Das Reinigen von Textilien und Schuhwerk darf nicht an den Fenstern, über den Balkonbrüstungen oder im Treppenhaus erfol­gen.
  • Blumenbretter und Blumenkästen müssen sachgemäß und sicher angebracht sein. Beim Gießen von Blumen auf Balkonen und Fensterbrettern ist darauf zu achten, daß das Wasser nicht an der Haus­wand herunterläuft und auf die Fenster und Balkone anderer Hausbewohner rinnt.
  • In die Toiletten und/oder Abflußbecken dürfen Haus- und Küchenabfälle sowie Papierwindeln u. ä. nicht geschüttet werden. Wird bei einer Verstopfung der Verursacher festgestellt, hat er die Kosten der Schadensbeseitigung zu tragen.
  • Die Wohnung ist auch in der kalten Jahreszeit ausreichend zu lüften. Dies erfolgt durch möglichst kurzfristiges Öffnen der Fenster. Zum Treppenhaus hin, darf die Wohnung, vor allem aber die Küche, nicht entlüftet werden.
  • Keller-, Boden- und Treppenhausfenster sind in der kalten Jahreszeit geschlossen zu halten. Dach­fenster sind bei Regen und Unwetter zu verschließen und zu verriegeln.
  • Sinkt die Außentemperatur unter den Gefrierpunkt, sind alle geeigneten Maßnahmen zu treffen, um ein Einfrieren der sanitären Anlagen zu vermeiden.
  • Für die Dauer seiner Abwesenheit oder im Krankheitsfalle hat der Hausbewohner dafür Sorge zu tra­gen, daß die Reinigungspflichten eingehalten werden. Das Wohnungsunternehmen ist bei längerer Abwesenheit des Mieters über den Aufenthaltsort schriftlich zu benachrichtigen.
  • Bauliche Veränderungen aller Art sind beim Vermieter schriftlich zu beantragen.

 

4.   Für Gemeinschaftseinrichtungen gelten die Benutzungsordnungen sowie die Bedienungsanweisun­gen und Hinweisschilder. Einteilungspläne sind zu beachten.

  • Der Aufzug darf von Kleinkindern nur in Begleitung Erwachsener benutzt werden. Es ist darauf zu achten, daß der Personenaufzug nicht unnötig genutzt wird. Dauerbelastungen führen zu Schäden. In den Personenaufzügen dürfen schwere und sperrige Gegenstände, Möbelstück und dgl. nur nach Anmeldung beim Hausmeister befördert werden.
  • Die Verbindung von Antennenanschlußdosen in der Wohnung zum Empfangsgerät darf nur mit dem hierfür vorgeschriebenen Empfängeranschlußkabel vorgenommen werden. Soweit das Kabel nicht von dem Wohnungsunternehmen zur Verfügung gestellt wird, hat es der Hausbewohner auf seine Kosten zu beschaffen.
  • Der Anschluß darf nicht mit anderen Verbindungskabeln vorgenommen wer­den, weil hierdurch der Empfang der anderen Teilnehmer gestört wird. Darüber hinaus besteht die Gefahr, daß das Gerät beschädigt wird.
  • Der Hausbewohner hat Schäden an der Gemeinschaftsantenne oder Störungen im Empfang, die auf Fehler oder Mängel der Gemeinschaftsantenne schließen lassen, unverzüglich der Fa. Plückhahn mitzuteilen.
  • Die Mieter haben sich zur eigenen Absicherung bei evtl. auftretenden Wasserschäden, hervorgerufen durch Waschautomaten und Geschirrspülern für die Wohnung ausreichend zu versichern. Die Benut­zung der Gemeinschaftswaschanlage erfolgt auf eigene Gefahr. Ein Ersatz für verdorbene bzw. be­schädigte Wäschestücke wird ausdrücklich ausgeschlossen. Die Anlage ist pfleglich zu behandeln. Bei Störungen ist der Betrieb sofort einzustellen und das Wohnungsunternehmen zu verständigen.
  • Das Abstellen von Fahrzeugen und sonstigen Gegenständen auf dem Grundstück bedarf der Ge­nehmigung des Wohnungsunternehmens.
  • Das Abstellen von Fahrzeugen und sonstigen Gegenständen auf nicht als Parkflächen ausgewiese­nen Grundstücksflächen sind grundsätzlich untersagt.
  • Grünanlagen sind zu jeder Jahreszeit zu schonen und dürfen nicht als Spielplätze genutzt werden.
  • Die Sauberhaltung des Sandkastens nebst Umgebung gehört zu den Obliegenheiten der Eltern, deren Kinder im Sandkasten spielen. Das Spielen fremder Kinder auf dem zum Haus gehörenden Grund­stück ist grundsätzlich nur in Gemeinschaft mit Kindern der Hausbewohner gestattet. Die Eltern der spielenden Kinder haben darauf zu achten, daß das benutzte Spielzeug nach Beendigung des Spie­lens aus dem Sandkasten entfernt wird. Haustiere sind vom Spielplatz fernzuhalten.
  • Das Halten von Haustieren, wie z. B. Hunde und Katzen, ist nicht gestattet.


5.   Der bevollmächtigte Hausmeister ist für alle Fragen und Probleme der Mieter zuständig. Beschwerden und Reklamationen sind grundsätzlich an den Bevollmächtigten zu richten.

 

6.   Die Hausordnung ist Bestandteil des Mietvertrages.


Die Nichteinhaltung der Hausordnung kann zur Kündigung des Mietverhältnisses führen.